EOTRH
Equine Odontoclastic Tooth Resorption and Hypercementosis -
eine persönliche Geschichte von Alice & Ella an die große weite Welt.
Alice & Ella
Auch ich, bzw. meine 15 Jahre alte Ella wurden leider nicht von der gefühlt immer häufiger vorkommenden Pferde-Krankheit EOTRH verschont. Da ich - zu meinem Glück - Tierärzte in meinem Bekanntenkreis habe, und mich & Ella die heimtückische Zahnkrankheit leider einige Zeit begleitet hat, möchte ich hier meine Erfahrungen mit Euch teilen und sowohl einigen Menschenwesen als auch einigen Pferdewesen hiermit gute Ratschläge und zu guter letzt auch Einiges an Hoffnung (mit)geben.
EOTRH - was ist das eigentlich genau?
EOTRH steht für Equine Odontoclastic Tooth Resorption and Hypercementosis.
Immer häufiger hört man von EOTRH. Es handelt sich bei EOTRH um eine chronische Zahnerkrankung, die nur bei Pferden auftritt. Viele ältere Pferde ab 15 Jahren leiden unter der Krankheit, aber es kann auch jüngere treffen. Man hört immer wieder, EOTRH käme in etwa einer Osteoporose gleich, da hier zwar nicht die Knochen, aber die Zähne nach und nach verfallen. Von den körpereigenen Zellen, den Odontoclasten, wird erst das Zahnbein (Dentin) und dann der Zahn zerstört. Um der Entzündung im Körper, dem Abbau der Zahnsubstanz und dem Verfall der Zähne gegenzusteuern, entwickelt der Organismus Zementeinlagerungen (Hypercementosis) im Bereich der Auflösungen des Dentins. Doch leider haben Körper & Immunsystem keine Chance! Die Zementeinlagerungen bringen nicht viel, außer Schmerzen. Durch die Auflösung des Zahnmaterials, werden die Oberflächen der Zahnwurzeln rau und es können sich mehr Bakterien ablagern, die wiederum die entzündlichen Prozesse fördern. EOTRH kommt fast ausschließlich an Schneide-, Hengst- und Eckzähnen vor. Die Backenzähne sind seltener betroffen.
EOTRH - Die Ursachen
Die Ursachen für EORTH sind nicht eindeutig geklärt. Es gibt bisher keine Langzeitstudien, da EOTRH noch nicht lang genug im Gespräch ist und mehrere Faktoren in Frage kommen. Vermutlich ist eine Begründung, die Tatsache, dass Pferde - so wie wir Menschen auch- mittlerweile älter werden. Da die Zahnkrankheit aber ebenso jüngere Pferde betrifft, muss es weitere Einwirkungen geben. Angenommen wird ein mechanischer übergroßer Druck durch zu lange Schneidezähne. Hypovitaminose, Zinkmangel oder Cushing können außerdem eine Rolle spielen. Im Gespräch ist neuerdings auch Glyphosat auf unseren Wiesen und Ackern. Aber nichts ist tatsächlich bestätigt und belegt.
EOTRH - Der Verlauf
EOTRH ist sehr schmerzhaft, chronisch und - wenn erst einmal ausgebrochen- sehr schnell fortschreitend. Leider ist die Krankheit unheilbar. - So die Ergebnisse einer Studie der tiermedizinischen Hochschulen Hannover und Wien, die 2010 bei der IGFP (Internationale Gesellschaft zur Funktionsverbesserung der Pferdezähne e.V.) von über 170 Pferdedentisten präsentiert wurde.
EOTRH - Die Symptome
✪ Probleme beim Fressen
✪ Überempfindlichkeit am Maul
✪ Überempfindlichkeit beim Trinken
✪ Zahnsteinbildung
✪ Mundgeruch
✪ Erhöhter Speichelfluss
✪ Lockerung der Schneidezähne
✪ Futter zwischen den Zähnen
✪ Zahnfleischrückgang
✪ Abszesse im Maulbereich
✪ Eiterbläschen oder kleine rote Punkte am Zahnfleisch
✪ und schließlich Abmagerung
Die punktförmigen Einblutungen am Zahnfleisch der Stute zeigen deutlich die vorhandene Infektion. Auch fließt vermehrt Speichel und Speisereste kleben immer wieder zwischen den Zähnen fest. Bei vielen Pferden geht das Zahnfleisch sehentlich zurück.
Die Kurzgeschichte über Ella
Ella mochte ganz plötzlich nicht mehr in Möhren beißen (sie hat sie geliebt!) und auch das Anlegen eines Maulgatters gestaltete sich schwierig. Zudem nahm ich einen leichten Mundgeruch wahr. Das machte mich alles skeptisch und so befragte ich nicht nur befreundete Tierärzte, sondern ließ glücklicherweise auch einen Pferdedentisten kommen. Und dann war es soweit: EOTRH wurde diagnostiziert! Gehört hatte ich von der Krankheit nur am Rande und auch, dass es mitunter die unangenehmste Diagnose sein soll, die gestellt werden kann. Eine 100%ige Diagnose kann übrigens nur über Röntgenergebnisse gestellt werden. Als die Aufmerksamkeit meinerseits erst einmal auf EOTRH lag, hörte ich plötzlich an allen Ecken von ihr. Ella und ich hatten großes Glück, dass die EOTRH schnell erkannt wurde. Bei der Stute eines befreundeten Pärchens war die Krankheit schon viel weiter fortgeschritten und es blieb ihnen nichts anderes übrig, als einige Zähne ziehen zu lassen. Auf einer Pferdeveranstaltung und natürlich auch im Internet erfuhr ich, dass Vitalpilzen eine heilende Wirkung nachgesagt wird. Vitalpilze (auch genannt Heilpilze) gemeinsam mit regelmäßiger Kontrolle, bzw. auch bei noch nicht ausgebrochener EOTRH regelmäßiger Prophylaxe sind das A und O. - wie mir im Laufe der Zeit und auch ganz besonders in der Retrospektive klar wurde.
Die Lösung
Meine Freunde, Freunde der Freunde und ich taten uns also zusammen, um gemeinsam EOTRH zu bekämpfen. Klar war, dass nicht mehr unsere Vierbeiner vollständig heilen würden, aber klar war auch, dass man die Krankheit wenigstens aufhalten konnte und musste.
In der großen weiten Welt des Internets werden zahlreiche Vitalpilze als Pulver angeboten, die man dann bei Bedarf selbst zusammenmixen kann - alle allerdings alles andere als freundlich für den Geldbeutel! Und woher soll man auch wissen, welche Pilze in welcher Dosierung nun die richtigen sind? Vermutlich geht es nicht nur mir so, dass man in dem riesigen Produkte- und Meinungsdschungel auch mal den Überblick verlieren kann.
Wir testeten nach Beratung eines Tierarztes im Bekanntenkreis einige Produkte, u.a. CME Equident, Equisano Mushroom und EquiMove dental.
Ziemlich schnell war raus, wer mit Abstand gewonnen hatte. In jeglicher Hinsicht! Für mich stimmte der Preis (im Vergleich mit allen anderen Produkten) , für Ella stimmte vorallem sicherlich, dass sie statt scheußlichem Pulver und nach Medizin schmeckenden Pilzen und Kräutern lediglich täglich Pellets in ihr Futter bekam. Zusätzlich stimmte die großartige kompetente Beratung von EquiMove, die ich auf einer Messe erleben durfte. In dem Produkt EquiMove dental sind Heilpilze als Extrakte enthalten, zusätzlich Zink, Vitamin C und Propolis. All den enthaltenen Inhaltsstoffen sagt man nach, dass sie antibakteriell, antiviral, immunstärkend und entzündungshemmend wirken sollen. Das Ergebnis ließ sich sehen!
Das Resumé
Wie ich schon schrieb, ist es mir und Ella relativ gut ergangen, da wir über eine gute Vernetzung verfügen und ich reichlich Input und (medizinische) Unterstützung bekam. Aber wenn ich mir vorstelle, dass mein Pferd wie aus dem Nichts eine böse Diagnose wie EOTRH bekäme und ich hätte nicht den Backround und nicht die Möglichkeit, verschiedene Optionen auszutesten, weil vielleicht nicht nur mein Wissen sondern auch mein Portemonaie nicht mitmachten.....
DAHER DIESE KLEINE KURZGEHALTENE GESCHICHTE AN EUCH.
Ella hat es leider - allerdings aus anderen unbesiegbaren Gründen - nicht geschafft. Aber den Pferden meiner Freunden und Bekannten geht es gut! Die Krankheit stagniert. Häufig wird EOTRH erst (zu) spät erkannt.
Daher kann ich Euch allen nur ans Herz legen:
Haltet die Augen auf, habt Eure Vierbeiner im Blick, handelt präventiv (besser im Vorhinein ein paar Euros als im Nachhinein viele + unnötige Schmerzen und einen langen Leidensweg), gebt Euren Pferden Heilpilze und lasst sie regelmäßig durchchecken!
Herzlich, Eure Alice.
P.s. Wer Ähnliches erlebt hat/ erlebt, kann mir sehr gern seine Bilder zukommen lassen und ich werde sie hier veröffentlichen. So können wir noch mehr aufmerksam machen auf EOTRH und hoffen, dass die Krankheit so oft wie möglich aufgehalten werden kann.